Gästebuch

Dieses Gästebuch darf als Forum genutzt werden, Erfahrungen aus den Seminaren, Ausbildungen zu resumieren aber auch um Fragen zu stellen - im Rahmen meiner zeitlichen und energetischen Möglichkeiten werde ich auch auf an mich gestellte Fragen antworten.

Über Beiträge und Meinungen von Euch würde ich mich sehr freuen.
Hier könnt Ihr Euch ins Gästebuch eintragen.

Barbara Bürkle 06.05.2015 02:10
Lieber Michael,

gut zwei Wochen sind nun vergangen seit meinem letzten Seminar und Einzelunterricht bei Dir und ich freue mich sagen zu können, dass sich seitdem unheimlich viel bei mir getan hat:-) Durch die Atemmassage darf ich endlich wieder erleben wie schön es ist, wenn ES atmet! Mein Körper hat wieder die Oberhand zurück erlangt (was meinen Kopf herrlich ausschalten lässt) und sendet mir ganz klare Impulse, die ich mit Freuden ausführe. Und selbst in stressigen Zeiten kann ich daran wieder relativ schnell anknüpfen. Ja, interne Regulation ist absolut möglich - back to the roots! Ich bin an diesem Thema ja schon lange dran und umkreise es von den verschiedensten Seiten, aber dieses entscheidende Puzzleteilchen hatte mir einfach noch gefehlt... Es hat endlich Klick gemacht und dafür bin ich unendlich dankbar:-) In diesem Sinne: Allerherzlichsten Dank dafür, dass Du uns an Deinem reichen Erfahrungsschatz - gepaart mit Gespür und Einfühlsvermögen deluxe - teilhaben lässt!!!

Alles Liebe,
Barbara

P.S.: Selbstverständlich hat mein neues Körpergefühl auch Auswirkungen auf meine Stimme: Es ist viel mehr Tiefe vorhanden (im doppelten Sinne!) und die Höhe hat auch mehr Leichtigkeit und Leuchtkraft...
Johanna Sander 10.04.2015 15:25
Nach einer langwierigen Lungenentzündung im vergangenen Jahr hatte ich sprasehr starke Beeinträchtigungen beim Sprechen und vor allem beim Singen. So wurde ich von meinem Arzt zur Stimmtherapie an die Logopädin und Gesangspädagogin Johanna Sander verwiesen.
Dort lernte ich die “Klang – Sticks” (aus Buchenholz) von Michael Heptner kennen.
Ich arbeite seitdem regelmäßig sehr gerne und vor allem erfolgreich mit den Sticks: Ich spüre eine deutliche positive Veränderung in meiner Körperhaltung und somit beim Singen. Ich bin sehr dankbar für diese Hilfe, die mir ein neues Bewusstsein verschaffte!

Marion Seitz
Das freut mich sehr - GLG - Michael Heptner
Iris-Julia Wagner 06.09.2014 10:25
Lieber Michael!
Hier nun endlich die Gsticks- Erfahrungen einer meiner Kursteilnehmerinnen (hab die ausdrückliche Erlaubnis von ihr mit einem Gruß an Dich... :) )
Hab einfach deine Freude daran, was deine geniale Entwicklung alles bewirken kann :)))
GLG
Silke




Gesendet: Samstag, 02. August 2014 um 08:30 Uhr
Von: "Marianne Hoffmann-Evers"
An: "Silke"
Betreff: Gewölbesticks erfahrungen
Liebe Silke,

habe nun viel mit den neuen Sticks gearbeitet. Habe sie überwiegend bei
PatientInnen nach Schlaganfall angewendet.

Frau L., 58J
hat einen rechtsseitigen Apoplex mit linksseitiger Parese und Spastik,
eine schwere Rhinophonie und ausgeprägte Stimmstörungen im Sinne einer
spastischen Dysarthrophonie und einer hyperfunktionellen Dysphonie. In
der Reha wurde schwer an der Velumsparese und der Stimme, die zu Beginn
extrem leise war, gearbeitet. Leider, muss ich sagen, denn danach hatte
sie eine gepresste, atemlose, schnarrende Taschenfaltenstimme.
Themen waren Aufrichtung, Atemfluss, Mittellinienfindung, weiche
Kompensationen und Abbau der kompensatorischen Taschenfaltenstimme,
insgesamt Weichheit und Symmetrie erlangen.
Ich habe sie erst einmal nur darauf stehen lassen, sich ausdehnen und
Gleichgewicht finden lassen. Es wurde schnell klar, dass sie gar keine
Mitte hat. Sie war sehr verblüfft, dass sie nur auf der gelähmten Seite
stand und stehen konnte. Wir machten uns auf ein langsame, schöne Suche
einer Mitte. Beim ersten Versuch auf den Gewölbesticks war schon klar zu
hören, dass dies der richtige Weg sein wird. Die Stimme war weich,
voller und sie hatte spontan mehr Luft. Die Spastizität hat deutlich
nachgelassen. Auch Frau L. war von den Sticks derart beeindruckt, dass
sie sie behalten wollte und nun täglich darauf steht oder die Füße
darauf abstellt. Nach 2 Wochen nun hat sich die Stimmqualität weiter
posititv verändert. Die Stimme ist weicher, schnarrt weniger und es
kommt weniger zum Luft anhalten als zuvor. Noch immer sucht sie die
Mitte, aber die Annäherung an diese ist deutlich und ihr und dem Gehirn
wurde die rechte Seite wieder präsenter. Sogar die Spastizität der
rechten Hand lockert sich zusehens. Benutzt sie die Sticks ein paar Tage
nicht oder nur wenig, dann stellt sich als erstes die Rhinophonie wieder
ein.

Herr k., 81 J.
War bis zu seiner Hirnblutung rechts, ischämischem Insult links ein
vitaler, sportlicher Herr. Kraft ( und diszipliniertes Training) war und
ist ihm immer wichtig. Er hat eine Dysarthrophonie und eine
hyperfunktionelle Stimme. Beeinträchtigt sind Haltung, Atmung/Atemfluss,
Zungenmotilität. Er spricht zu laut, zu schnell, macht alles mit zuviel
Kraft und kompensiert über Kraft und muskuläre Massenbewegungen. Er holt
sozusagen die Kraft für die Stimme aus dem Körper. Die rechte
Körperhälfte hat eine ausgeprägte Ataxie und die linke Körperhälfte eine
Hyposensibilität bei guter Funktionalität. Er übt täglich 1-2 Stunden
alles, was er innerhalb der Therapien gezeigt bekommt, nur nicht die
Entspannungsmethoden aus der Stimmtherapie, diese sind ihm fremd.
Er stand auf den Gewölbesticks. Etwa 30mSekunden. danach machte es plopp
und der Körper richtete sich auf. Er stand fast gerade (der Rücken
bewegte sich in der Vertikalen in die Aufrichtung und der Kopf war
sofort oben). Stimme tief, voll. Reaktion Verblüffen und Entsetzen. Nun
ging es auch hier an Mitte finden und Harmonie zwischen links und
rechts. Sofort bemerkte ich, dass er Schwindel, Schwächezeichen aufwies,
er sagte aber nichts. Er hat sich hingesetzt und die Füße erstmal auf
den Sticks gelassen. Wir haben ein wenig gesungen . . Nach 15 Minuten
habe ich das Ganze dann mit einer Entspannungsübung beendet. Patient
fühlt sich fremd, nicht unwohl, aber doch . . irgendwie . . und dann
brach er in Tränen aus. Oje. Ich glaube, dass die Sticks die eisernen
Bollwerke vor der Seele mit Wucht aufgebrochen haben. Ich war ganz
bestürzt. habe erstmal nichts getan, als da zu sein und Ruhe zu geben.
Ende der Stunde war er ruhig, erleichtert und geerdet. und ich völlig
fertig (im positiven Sinn).

Da auch Frau L. unter der Behandlung mit ollen Kamellen um die Ecke kam
und Dinge erzählte, die sich nicht bremsen ließen und wohl schon lange
die Seele drücken, dacht ich schon, dass das eine mögliche Reaktion auf
die Sticks ist. Das war bei mir ähnlich. Das hast du gespürt. Neben den
körperlichen Reaktionen wie Schwindel, Schwitzen, Sehstörungen und
anderen Abwehrmustern des Gehirns, merkte ich auch noch das Aufbrechen
der Seele. Es wird einem mit Wucht klar, dass man völlig aus dem Lot und
unheil ist. Völlig orientierunglos wird man. Musste derart mit
aufbrechenden Gefühlen und Mustern kämpfen schon bei der Fobi, das war
schon schwer und so plötzlich kaum zu managen. Aber irgendwie auch gut.

Frau K., 94J.
eine straffe Lehrerin, streng zu sich selbst und lebensfroh ohne Ende.
Und nun ist das Leben so schwer nach einem leichten Apoplex, links.
Reste eine Aphasie mit leichten WFS und sprechmotorischen
Beeinträchtigungen im Sinne eines leichten neurogenen Stotterns.
hypofunktionelle Stimmstörung. Makula Degeneration.
Die wurde unter der Behandlung fröhlich und traurig und "kämpft nun an
der richtigen Stelle". Bei ihr wird alles weich, fühlt, spürt und sie
reagierte mit einem leichten Hexenschuss. Dann kam ein schwerer
Hexenschuss, der durch das Stehen, bewegen und sitzen mit den Sticks
wegging. Alles locker und bewegt sich. Das Gebälke knackt und knarrt,
das ist zum Fürchten, aber sie meint zum ersten mal spürt sie die Füße
wieder. Sie gehe leicht füßig. Auch mit ihr habe ich gesungen. Freude pur.


Frau K. und Frau L. benutzen die Sticks auch für die Hände. Wir spielen
Geige oder Cello damit. Lach nicht. das tut gut, vor allem das Cello.
Besonders, wenn ich dazu die Töne mache. Es wird viel gelacht. Durch das
Holz wissen sie viel schneller, was weich ist. Frau L. bedient den
Cellobogen mit der paretischen Hand!!! ich meine, das ist die, von der
sie glaubt, dass die nix kann. Und die rechte darf halten, muss sich
damit aber inklusive Kopf und Körper zur Mitte und darüber hinaus
bewegen. schwer.
Frau k. hat viel schneller begriffen, was die Hölzer können, die
experimentiert munter, was gut tut. Die Hände, Arme und sich streicheln
z. B. und dazu summen. Da kam sie selbst drauf.


So nun genug des Textes. Wollte dir ein feedback geben. Hoffe es war
nicht zuviel.
Musste es Dir aber berichten, war einfach sehr beeindruckt von dem Ganzen.
mache nun so weiter . . .
und Du sagst mir irgendwann, ob das Hirngespinste sind oder ob ich etwas
falsch mache. OK?
Jetzt erstmal schönen Sommer
schönes Wochenende
alles Liebe
von Marianne
4-6 von 26